Bye, bye Käthi

Die Geschichte von KÄTHI muss ich einfach mit Euch teilen. KÄTHI war eine unserer zahmsten Kühe. Man konnte von ihr einfach alles haben, ob Mensch oder Tier.

 

Bereits am ersten Tag an dem Sie bei uns auf dem Hof war, lief sie auf der Weide auf uns zu. Kurz darauf brachte sie LUNA (siehe dazu den Facebook-Post vom 13. Oktober) zur Welt. Und seit jeher war sie mit SISSI, die vom gleichen Betrieb wie KÄTHI stammt, sehr verbunden. Sie schaute auch gerne zum Kalb von SISSI und so sind die Kälber von KÄTHI und SISSI auch in dieser Saison praktisch immer zusammen unterwegs.

 

Nun, am Montag-Abend sahen wir, dass KÄTHI zum Fressen nicht aufstehen wollte und Blut kotet. Im gleichen Moment wie wir das feststellten, entdeckten wir in der Siloballe eine Glas-Scherbe. Bei uns klingelten alle Alarmglocken und wir räumten als erstes das verteilte Silogras wie auch den Rest der Siloballe aus dem Stall. Danach folgt der Anruf beim Tierarzt, der später zwei Szenarien skizziert: Entweder hat KÄTHI eine Glasscherbe und/oder Splitter gefressen oder sie hat ein Magengeschwür. Da Ihr Allgemeinzustand, abgesehen von einem erhöhten Puls, soweit noch in Ordnung war, entschieden wir uns, dass sie als 4-jährige Kuh und Mutterkuh eines 4-Monate alten Kalbs mindestens eine Chance verdient hat.

Bei der Infusion haben wir bemerkt, dass ihr Blut schon sehr dünn und nicht mehr schön dunkelrot ist. Das bedeutet, dass die Kuh bis zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich viel Blut verloren hat. Ein Dämpfer...

Kurz nach der Behandlung stand KÄTHI jedoch wieder am Futtertrog und war fast die alte. Wir hofften also weiter...

 

Am Dienstag-Vormittag schien es ihr gut zu gehen und wir entliessen sie in die Herde, damit ihr Kalb KÄRU bei ihr trinken kann... Am Nachmittag beobachteten wir, wie sie «ganz normal» da lag und genüsslich wiederkäute und auch abends war sie wieder mit den anderen Tieren unserer Herde beim «Nachtessen». Glück gehabt, dachten wir dann, als Käthi wieder einen «normalen» Kuhfladen hinlegte 😉. Und heute, 1.5 Tag später?

 

KÄTHI hatte gestern einen Rückfall und stand abends nur noch da. Kein Wiederkäuen, kein Interesse an Futter. Und das heisst etwas bei KÄTHI. Ja, KÄTHI liess den Kopf hängen und war nur noch ein Häufchen Elend.

 

Der Anruf beim Tierarzt und dann das Warten. Innerhalb von 1.5 Stunden konnten wir aufgrund unserer Erfahrung sehen, dass es KÄTHI konstant schlechter geht. An ihrem Hals sah man, wie schnell der Puls rast. So entschieden wir uns schweren Herzens, für KÄTHI die Notschlachtung zu organisieren...

 

Dank guten Partnern ging dann auch alles sehr schnell und KÄTHI konnte noch selbst den Viehtransporter betreten. Der Besuch beim Metzger vor Ort im Nachbarsdorf hat uns dann bestätigt: Unser Entscheid für KÄTHI war richtig. Sie hatte einen Darmdurchbruch, der NICHT von einem Geschwür stammte.

 

BYE BYE KÄTHI, schön wars mit Dir!

KÄTHI im Sommer 2017
KÄTHI im Sommer 2017
Immer am Futtertrog...
Immer am Futtertrog...
KÄTHI im Hitzesommer 2018
KÄTHI im Hitzesommer 2018

Kommentar schreiben

Kommentare: 0